Elisabeth Johannsen

• Anerkannte systemische Berater- und Aufstellerin der
Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen
• Diplom für phänomenologische Therapie und Beratung, sowie LIP-Therapeutin und –Aufstellerin nach W. Nelles
• Referentin pädagogischer und psychologischer Themen für Lehrer, Erzieher, Eltern, Sozialpädagogen, Frauen, Männer…
• Weiterbildungen in Hypnotherapie, NLP, Geburtsvorbereitung
• Dipl. Religionspädagogin, staatlich anerkannte Erzieherin
• Seit 1988 in der Beratung tätig, ab 2001 in eigener Praxis
• Verheiratet, drei erwachsene Kinder

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POST FÜR SIE

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Ihr Lieben alle!

Was wäre eine Welt ohne Vorstellungen? Wer wäre ich ohne meine Vorstellungen? Ich würde z.B. Entscheidungen treffen ohne mir vorzustellen, welche Folgen sie haben und tappte dann öfter in dieselben Fallen – doch während ich das schreibe merke ich, dass ich auch oft in eine Falle getappt bin, WEIL ich in meiner Vorstellung war … und genau das zeigt deutlich: Vorstellungen haben ungeheure Macht … !

Post für Sie

In den ersten Wochen des neuen Jahres sind mir ­einige Menschen begegnet, die so verbunden, so ­erfüllt (oder besetzt?) von ihrer Vorstellung waren, dass sie mit der Wirklichkeit kaum noch zurecht kommen; dass sie der festen Überzeugung sind, die Wirklichkeit sei falsch und ihre Vorstellung richtig!
Das ist nicht nur emotional, sondern ganz praktisch im Alltag eine dramatische Gefahr, die zu starker Selbstschädigung bis hin zur Selbstzerstörung führen kann! Das muss uns allen meines Erachtens UNBEDINGT bewusst sein in dieser Zeit, in der viele Menschen (manchmal ich auch!), sehr verliebt ihren Bildern von richtig und falsch, ihren Ideen und Lösungsvorstellungen bis hin zu Super-Hypes … folgen und dem Glauben erliegen: Jeder kann, was er/sie ernsthaft will. Die Wirklichkeit ist wie sie ist, unumstößlich! Und diese Wirklichkeit bewusst wahr- und ernst zu nehmen, ist unsere Lebensgrundlage und somit der sicherste Weg!
Natürlich höre ich Sie, lieber Leser und liebe Leserin, sagen: »Aber durch manch‘ eine Vorstellung ist mir auch Mut gewachsen, hatte ich wieder Lust zu beginnen …« Ja, auch das gehört natürlich dazu! Alles hat seine guten Seiten … auch Vorstellungen.
Damit die guten Seiten zum Tragen kommen, ist entscheidend, dass wir unseren Vorstellungen im Dialog mit der Wirklichkeit nach gehen! Schritt für Schritt – immer auf die Wirklichkeit achtend und darauf, was jetzt im Moment dran ist und Kraft hat. Lasst uns erkennen, wo wir unsere eigenen Fähigkeiten und »Richtigkeiten« als allgemeingültig einordnen und sehen: Es gibt auch noch etwas anderes, vielleicht sogar etwas, was ich nicht verstehe und doch hat es die gleiche Berechtigung wie meines! Und zu guter Letzt braucht der Dialog von Wirklichkeit und Vorstellung oft auch noch den Einbezug von Geduld ….. oder sogar Demut … Dann kann’s was werden … vielleicht nicht 100 %ig das, was ich mir vorgestellt habe, aber auf alle Fälle eine Weiterentwicklung der Welt … der Wirklichkeit … unserer Lebensgrundlage …

In diesem Sinne wünscht Ihnen und Euch von Herzen ein dialogreiches Jahr 2019

elisabeth_johannsen

Hambach, 30. Januar 2019